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Zuger Kirschtorte vom Feinsten

 

Am Wochenende waren wir wieder in unserem zweiten Zuhause, der Schweiz. Und da mein Männchen mich schon lange gestichelt hat, doch endlich eine Zuger Kirschtorte zu backen, durchforstete ich erst einmal gründlich die online vorhandenen Rezepte. Ich stieß auf vollkommen unterschiedliche Versionen dieser Schweizer Spezialität.  Was ich jedoch vergeblich suchte, waren die Kirschen in dieser Torte, die so lecker sein sollte… Auch wenn der Name es vermuten lässt, in der Zuger Kirschtorte befinden sich genauso viele Kirschen wie Nadeln im Heuhaufen. Nun ja, es mag sein, dass schon der ein oder andere von euch auf die berühmte Nadel in der riesigen Ansammlung von getrockneten Grashalmen gestoßen ist, aber ich halte es doch eher für unwahrscheinlich.

Die Zuger Kirschtorte hat absolut nichts mit Zügen, Bahnen oder Windböen zu tun, nein sie kommt aus der Stadt Zug, die sich am Zuger See im Kanton Zug befindet.

Sie ist recht aufwändig zu backen, d.h. ihr müsst schon ein bisschen Zeit einplanen um zu einem perfekten Ergebnis zu kommen.

Zuger Kirschtorte

Zuger Kirschtorte

Für meine erste Zuger Kirschtorte habe ich ca. 3 Stunden gebraucht (mit Back- und Kühlzeiten).

Im Rezept findet man den Begriff Japonais Boden. Das bedeutet nichts anderes als als ein dünner Boden aus Baisermasse.

Für die Torte benötigt ihr eine Springform mit einem Durchmesser von 24 cm. 

Und hier nun das Rezept, welches ich euch nicht vorenthalten möchte:

Zutaten:

Biquitboden:

90 g Mehl

90 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1/2 Päckchen Backpulver

3 Eier

Zwei Japonais Böden:

75 g gemahlene Haselnüsse

70 g Zucker

3 Eiweiße

1 Prise Salz

Buttercreme:

300 g weiche Butter

180 g Puderzucker

3 EL Kirschwasser

einige Tropfen rote Lebensmittelfarbe

Flüssigkeit zum Beträufeln des Bisquitbodens:

200 ml Kirschwasser

100 ml Wasser

4 EL Zucker

 

Anleitung:

Zuerst einen Bisquitboden backen. Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen, zur Seite stellen. In einer zweiten Schüssel Eigelb, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Den Eischnee mit einem Schneebesen unter die Masse ziehen. Mehl und Backpulver mischen und zuletzt unter die Masse heben. Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben. Auf mittlerer Schiene ca. 15 bis 20 Minuten bei 180°C backen (Heißluft). Danach den Boden in der Springform auskühlen lassen.

Nun werden zwei Japonais Böden hergestellt.Dafür die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen, den Zucker währenddessen einriegeln lassen. So lange schlagen, bis die Masse glänzt, dann habt ihr ein schönes Baiser. Zuletzt die gemahlenen Haselnüsse mit einem Schneebesen unterheben.

Auf zwei Backpapier-Abschnitten die Springform auflegen und mit einem Bleistift den Umriss der Form auf die Abschnitte zeichnen. (Ich backe die Böden nicht in einer Backform, damit sie beim Herauslösen nicht zerbrechen.) Nun den Baiserteig halbieren, auf jeden aufgemalten Kreis auf dem Backpapier einen Teil der Baisermasse verteilen. Beide Böden gleichzeitig auf den mittleren Schienen des Backofens für 60 Minuten bei 120°C (Heißluft) backen. Danach noch warm vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen, das Backpapier abziehen, Böden auskühlen lassen.

Nun die Flüssigkeit zubereiten, womit der Bisquitboden später beträufelt wird. Hierfür Wasser, Kirschwasser und Zucker in einen Topf geben, aufkochen lassen und anschließend abkühlen.

Danach kommt die Buttercreme dran. Butter, Kirschwasser und Lebensmittelfarbe miteinander verrühren. Den Puderzucker fein sieben und zur Masse geben, gut vermischen.

So, alle benötigten Schichten habt ihr nun fertig, nun wird alles übereinander geschichtet. Zuerst einen Japonais Boden auf einen großen Teller legen. Diesen mit 1/4 der Buttercreme bestreichen. Darüber den Bisquitboden geben. Dieser wird nun mit der hergestellten Kirschwasser-Mischung gleichmäßig beträufelt. Keine Angst, der Bisquitboden saugt die ganzen 300 ml ohne Weiteres auf. Nun folgt wieder eine Schicht Buttercreme, ihr nehmt dazu wieder 1/4 davon. Den zweiten Japonaisboden darauf platzieren. Mit der restlichen Buttercreme die Oberfläche sowie den Rand der Torte bestreichen. Den Rand habe ich anschließend noch mit gemahlenen Haselnüssen bestreut. Das Ganze nun 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Zum Schluss mit Puderzucker bestreuen und mit einem heißen Messer (wärme ich unter heißem Wasser auf) das typische Rautenmuster einkerben.

Voilá, fertig!

Bon Appetit!

Tipp:

Die Torte mundet am besten wenn sie eine Nacht lang im Kühlschrank verbracht hat.

Sie schmeckt wirklich gut nach Kirschwasser. Wer es nicht so alkohollastig mag, halbiert die Menge des Kirschwassers und verdoppelt die Menge des Wassers der Tränk-Flüssigkeit.

Achtung! Die Torte ist nichts für Kinder!

Zuger Kirschtorte

 

 

 

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